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Die Tochter des Ganovenkönigs

Sind schlechte Eltern besser als gar keine? Vor dieser Frage steht nicht selten auch die Gesellschaft. Julchen nimmt die Sache selbst in die Hand und beschließt, sich von ihren Eltern scheiden zu lassen. Grund dazu hat sie genug, denn vor lauter Geld- und Machtgier haben die Eltern jede Moral verloren. Julchen ist die Tochter des schwerreichen Ganovenkönigs und seiner Frau. Von Elternliebe keine Spur, ganz im Gegenteil. Beide gehen äußerst ruppig mit ihr und ihrer alten Großmutter um. Sie kennen nur eins: Geld scheffeln um jeden Preis. Nichts ist ihnen heilig, Organhandel oder auch Kinderhandel gehen ihnen locker von der Hand. Wie es sich für einen richtigen König gehört, ist inzwischen alles was der Ganovenkönig besitzt aus Gold – alles, bis auf sein Herz. Das möchte ihm die Königin nun zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum schenken und beauftragt einen korrupten Kommissar mit der Suche. Julchen, die erkennbar so ein ‚Goldenes Herz‘ hat, ahnt das Schlimmste. Wie weit werden ihre Eltern gehen? Schließlich sind schon ihre elf Geschwister verschwunden – angeblich in verschiedenen Internaten untergebracht. Spätestens als die Eltern Julchens alte Großmutter im Wald aussetzen, steht ihr Entschluß fest: sie will sich von ihnen scheiden lassen. Als sie einen Richter um Hilfe bittet, ahnt sie nicht, dass genau er es ist, der mit dem König über ihren Verkauf verhandelt. Ein Staatsdiener, der auch im Amt nur mit der Verfolgung eigener Interessen beschäftigt ist. „Wir leben in einem Rechtsstaat“, sagt er. „Da ist alles möglich.“ Man möchte nicken und verzweifeln. Nur gut, dass dies nichts ist als ein Märchen!

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