HÖR & BAUCH
Die Freie Bühne Wendland produziert ein mobiles Theaterstück zum Thema Prävention von Sexualisierter Gewalt für das Grundschulalter
JO: Darf ich dich umarmen?
ZANNY: Kommt drauf an.
JO: Kommt worauf an?
ZANNY: Kommt drauf an, wie.
Das Zwei-Personen-Stück „Hör & Bauch“ erzählt die Geschichte von Zanny und Jo, die eine besondere Aufgabe haben: Sie helfen dabei, unerzählte Geschichten hörbar zu machen. Ihr wichtigstes Werkzeug ist GEORG, ein Geschichtsabhörgerät in Form eines riesigen Ohres. Ihr Motto: „Erzählen hilft!“ Doch als GEORG streikt, ergibt sich für Zanny die Chance, selbst eine Geschichte zu teilen.
Das Stück, unter der Regie von Lola Mercedes Wittstamm und geschrieben von Paul Lonnemann, behandelt kindgerecht das Setzen und Wahren von Grenzen. Es vermittelt, wie „gute Geheimnisse“ und wie „schlechte Geheimnisse“ sich anfühlen und wann man ein Geheimnis mit anderen teilen sollte. Körperliche Selbstbestimmung ist Thema und es geht um die Kraft des Zuhörens: Die Kinder werden ermutigt, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen.
Eine leises, leichtes Theaterstück über Grenzen, über gute und schlechte Geheimnisse und die Kraft des Erzählens und Zuhörens. Wir erfahren wie wertvoll es ist, die eigenen Bedürfnisse zu kennen, dem eigenen Gefühl zu trauen. Es bietet einen leichten Einstieg, um mit Kindern über Grenzen und ihre möglichen Überschreitungen im Alltag zu sprechen, auch als Prävention bzw. Umgang mit sexualisierter Gewalt.
Die Freie Bühne Wendland arbeitet für die Produktion eng mit der Beratungstelle Violetta Dannenberg e.V. und der Kreisjugendpflege Lüchow-Dannenberg zusammen. Zielpublikum sind Grundschüler*innen. Schulvorstellungen beinhalten eine Eltern-/Lehrer*innen-Vorstellung am Vorabend mit Vorbereitungsworkshop durch Violetta Dannenberg e.V.
Die Premiere ist am 5.06.2026 um 18 Uhr in der Grundschule Lüchow. Weitere Vorstellungen können gebucht werden unter: ohr(at)freiebuehnewendland.de
Es spielen
Zanny - Carolin Serafin
Jo - Kerstin Wittstamm
Regie: Lola Wittstamm
Buch: Paul Lonnemann
„Präventionsangebote in der Grundschule sind ein wichtiger Baustein, um Kinder frühzeitig zu stärken und sie für ihre eigenen Rechte und Grenzen zu sensibilisieren“, sagt Kreisjugendpfleger Mathias Niebuhr. „Theater als pädagogisches Medium erreicht Kinder auf eine besonders zugängliche und emotionale Weise und kann ihnen vermitteln, dass ihre Gefühle ernst genommen werden und dass sie sich Hilfe holen dürfen.“
Neben den Kinderaufführungen sind Vorstellungen für die Eltern geplant, die jeweils am Vorabend der Kindervorstellung stattfinden. Diese Abende geben Eltern und Bezugspersonen die Möglichkeit, das Stück kennenzulernen und offene Fragen zu besprechen. Die Elternvorstellungen werden von der Beratungsstelle Violetta e.V. begleitet.
„Prävention bedeutet immer auch, Erwachsene in ihrer Verantwortung zu stärken“, erklärt Niebuhr. „Wenn Kinder gestärkt, Fachkräfte sensibilisiert und Eltern informiert sind, entsteht ein gemeinsames Schutznetz. Genau darin liegt der große präventive Wert solcher Angebote.“
Die Teilnahme am Projekt ist für alle Schulen und Familien kostenlos. Dies wird möglich durch eine Förderung in Höhe von 16.000 Euro über die NBank im Rahmen des Förderprogramms „Förderungen von Maßnahmen und Projekten zur Prävention des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen“ des Landespräventionsrates Niedersachsen. Der Landkreis trägt einen Eigenanteil von 4.000 Euro im Jahr 2026 und weitere 4.000 Euro im Jahr 2027.
gefördert durch:
NBank im Rahmen des Förderprogramms „Förderungen von Maßnahmen und Projekten zur Prävention des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen“ des Landespräventionsrates Niedersachsen.
