DAS PFERDEAUGE
von F.K. Waechter
Uraufführung 1996 Schauspiel Hannover
Leben, Liebe, Revolution vor 2000 Jahren
Moorleichen aus der Zeit um Christi Geburt bringen eine Frau dazu die wirkliche Geschichte dieser Funde zu erzählen.
Es ist eine Liebesgeschichte, erzählt aus der Perspektive eines jungen Mädchens; pendelt zwischen der Gegenwart und der Zeit der Germanen und Römer; es geht um Magie und Krieg, Aberglaube und Lust, um Macht, Missbrauch und Freiheit—- eine Welt, die in ihrer Abstrusität zwischen hehren Wunschvorstellungen und trauriger Wirklichkeit gar nicht so anders erscheint als die heutige.
Regie Verena Reichhardt
Spiel Kerstin Wittstamm
Spieldauer etwa eine Stunde, keine Pause
Aufführungsrechte Verlag der Autoren
Notiz
Am Anfang stand ein Drehbuchauftrag für einen Germanen-Film. Von einem Cartoonisten wird stets etwas Komisches erwartet. Der Auftraggeber ist enttäuscht, daß ich keinen deutschen Asterix abliefere. Auch der Spiegel erwartet in der Ankündigung vom Pferdeauge mit dem Satz „Lacht kaputt, was euch kaputt macht." Komisches. Aber das wenige, das ich über die Germanen zusammenlesen kann, sind Geschichten - auch bei Tacitus-ist es nicht erwiesen, ob nicht eine germanische Hure ihm, der nie in Germanien war, einige Bären aufgebunden hat - über ein rätselhaftes, von Angst und Magie bestimmtes, zutiefst pubertär anmutendes Wesen, so daß mir Trauriges, Erbärmliches, Lächerliches eher in den Sinn kommt, als ein ins Satirische gedrehtes Heldentum.
F.K.W.

Fotos Jakob Wittenburg, Verena Reichhardt
PREMIERE Freie Bühne Wendland 8.August 2026
im Langhaus 3, AZH Archäologisches Zentrum Hitzacker, Elbuferstrasse 2-4 29459 Hitzacker
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FÖRDERVEREIN AZH