Spielplan

  • 25.08. - der Du (PREMIERE!! Karten: 05864-558)
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Bilderbuch

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Die Bremer Stadtmusikanten

von Friedrich Karl Waechternebel

 

Was machen wir, wenn wir an einen Punkt kommen, an dem es nicht mehr weiter geht? Der Esel findet eine archaische wie einfache Antwort: Er macht sich auf den Weg. Auf seiner Reise trifft er auf immer mehr Tiere, denen es genauso geht wie ihm. So machen sich ziemlich unvereinbare Individuen gemeinsam auf den Weg. Ob sie ankommen, ist unwichtig: Der Weg ist das Ziel. Am Ende werden alle nicht mehr die sein, die sie waren…
Ein Stück der Freien Bühne Wendland in Kooperation mit dem Kulturverein Platenlaase.
Regie: Uwe Serafin; Projektleitung: Valeska Richter; Bühne/Kostüme: Uta Helene Götz; Maske: Elisabeth Harlan; Bühnenbau: Caspar Harlan; Musik: Gero Wachholz; Regieassistenz: Lukas Spychay; Licht: Per Stüve; Darsteller: Lennart Müller, Kerstin Wittstamm, Carolin Serafin, Simon Forster, Marion Kollenrott, Burkhard Reinecke, Lukas Spychay, Thorsten Nicolai
Gefördert durch: Gemeinde Jameln, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Lüneburgischer Landschaftsverband, Sparkassenstiftung,Samtgemeinde Elbtalaue

katzehundhahnesel

 

Premiere ist am Sonntag den 27. November um 15 Uhr

weitere Vorstellungen

Samstag den 3. Dezember: 15 und 20 Uhr

Sonntag den 4.Dezember: 15 und 20 Uhr,

Samstag den 10.Dezember: 15 und 20 Uhr

und Sonntag den 11. Dezember: 15 und 20 Uhr

(Schul-)Vorstellungen am Vormittag bitte unter kultur@platenlaase.de oder unter 05864 558 absprechen

 

Das wendland net schreibt so:

Mit viel Mut durch eine feindliche Welt: „Die Bremer Stadtmusikanten“

2016-11-26 ; von Angelika Blank

Mit einer frechen Variante der „Bremer Stadtmusikanten“ wartet dieses Jahr die Freie Bühne Wendland auf. Vier furchtlose Looser der Gesellschaft machen sich gemeinsam auf den Weg in ein besseres Leben. Am Sonntag ist Premiere in Platenlaase.

Jede/r dürfte „Die Bremer Stadtmusikanten“ kennen, das Märchen von Esel, Hund, Katze und Hahn, die sich auf den Weg nach Bremen machen, um dort ihr Glück zu finden. Der Bühnenautor F.K. Wächter machte aus dem traditionellen Märchen eine freche Parabel auf eine leistungsorientierte Gesellschaft in der Alte und Schwache keine Chancen mehr haben – in der Mut und Selbstbewusstsein aber ein Weg zum „richtigen Leben“ sein können.

Die Freie Bühne Wendland setzte die Vorlage von Wächter in eine spannende Geschichte um, die traurig, witzig und mutmachend zugleich ist. Das geniale Bühnenbild von Uta Helene Götz schafft mit minimalen Mitteln eine ganze Welt. Graue Blöcke in verschiedenen Größen und Anordnungen lassen eine graue Welt entstehen, in der Farbe keine Rolle spielt. In den Lücken rauscht ein Fluss, der in der nächsten Szene zum tödlichen Abgrund wird. Das alles entsteht in der Phantasie anhand einiger weniger Elemente – und natürlich dem lebendigen Spiel des Ensembles.

Etwas Besseres als den Tod finden wir überall“

In F.K. Wächters Variante der vier Looser sind die vier furchtlose Gesellen mit starken Charakteren, die – trotz aller Unterschiedlichkeiten – gemeinsam ihren Weg durch eine gefährliche Welt suchen. Ein sanfter Esel (Lennart Müller) führt die Truppe an, immer ein fröhliches Lied auf den Lippen. Der Hund (Kerstin Wittstamm), ein nicht mehr sonderlich schlagkräftiger Ex-Boxer setzt seinen Spürsinn für die Suche nach dem richtigen Weg ein. Die Katze (Carolin Wittstamm) hat ihren Lebensmut immer noch nicht verloren, obwohl sie im Fluss versenkt worden war. Und der Hahn (Simon Forster) versucht mit Charme und Witzen, die Gruppe immer wieder zu ermuntern.

So richtig verstehen sich alle nicht. Der Hund ätzt gegen die Katze, der Hahn hat immer etwas zu meckern – doch trotz aller Widrigkeiten setzen sie ihren Weg unermüdlich fort. Auch wenn manchmal der Tod als schwarzer Schatten vorbeischleicht und tiefer Nebel den Weg unsichtbar macht.

Wie schon im „satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch“ schafft das engagierte Ensemble es, die Figuren als eigenständige Charaktere lebendig werden zu lassen.

Die Inszenierung von Uwe Serafin wird für Kinder ein riesiger Spaß sein – und für Erwachsene eine spannende Geschichte, die an die Notwendigkeit von Menschenfreundlichkeit und Courage erinnert. „Geh Deinen Weg“ könnte die Geschichte auch überschrieben sein.

 

Fotos:  Nebelfoto: Marion Kollenrott