Spielplan
  • 20.10. - der Du ((Karten: 05864 558))
  • 25.10. - Der Junge im Bus
  • 27.10. - Emmas Glück
Bilderbuch
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Theatersommer

Am Freitag den 25.August hatte „Der Du“ Premiere vor ausverkauftem Haus und begeistertem Publikum in Platenlaase.

Hier einige Eindrücke von der Generalprobe (Fotos von Kina Becker und Marion Kollenrott):

 

DER DU

Luzi, Dora und Eve, sind auf der Flucht vor der Polizei. Auf dem Rücksitz ihres Wagens liegt ein Schwerverletzter. Luzi hat ihn in einer Bar aufgerissen. Beim schnellen Sex auf der Toilette ist er mit dem Kopf gegen die Kloschüssel geknallt und muss jetzt bewusstlos als Projektionsfläche für ihre überbordenden Fantasien herhalten. Der Text von Juliane Wolf ist atemberaubend dicht, von zarter Poesie und anarchischem Witz durchzogen. Die Freie Bühne Wendland wählt einen minimalistischen Ansatz, und stellt so die Kunst der Spielerinnen in den Mittelpunkt, die aus dem Nichts magische Realitäten erschaffen. Es spielen: Jeannette Arndt, Carolin Serafin, Kerstin Wittstamm. Regie: Gero Wachholz.

https://www.facebook.com/FreieBuehneWendland/videos/1455785071157225/

Spielplan für der Du

  • 20.10. - 20:00, Kulturverein Platenlaase
  • 28.10. - 20:00, Dannenberger Ostbahnhof
  • 29.10. - 20:00, Dannenberger Ostbahnhof
  • 02.11. - 20:00, Kulturbarbarei
  • 03.11. - 20.00, Raum 2

 

 Der Junge im Bus

von Suzanne van Lohuizen, für Kinder ab zehn Jahren | Premiere 7. September 2017

 

An seinem zwölften Geburtstag ging Wichards Mutter für immer fort und ließ ihn allein zurück. Seitdem ist ein Bus, ihr Abschiedsgeschenk an ihn, sein Zufluchtsort, sein Zuhause. Unterstützt wird er von Karolien, die mit ihm umherfährt und für ihnsorgt. Auch nach vielen Jahren durchlebt Wichard wieder und wieder die Konfliktemit seiner Mutter. Er ist „verrückt“, wie er selbst sagt, gefangen in einer unglücklichen Kindheit. Im Bus scheint die Zeit still zu stehen. Um dem Gefühl der Verlassenheit zuentkommen, lädt er sich gern Besucher ein. (zitiert nach Theater Rudolstadt)

In der Geschichte des schizoiden Jungen Wichard „Der Junge im Bus“ (de jongen inde bus) der Niederländerin Suzanne van Lohuizen wird die Fiktion des Theaters auf eine gerade beängstigende Weise aufgelöst: Das Sein ersetzt den Schein; die Zuschauer sollen glauben sie wohnen einem realen Vorgang bei. Die Auflösung der Fiktion beginnt schon damit, dass Wichard die jugendlichen Zuschauer des Stückes aus ihrem Klassenzimmer in seinen Bus lotst. Mit der Figur des Wichard untermauert Suzanne van Lohuizen noch den Realismus der Szene: sie gibt nicht vor, Wichard sei ein Junge, lässt also nicht einen erwachsenen Schauspieler einen Zwölfjährigen spielen, sondern nutzt gerade den Altersunterschied zwischen Schauspieler und Rolle, um damit die schizophrenen Regressionsschritte Wichards sichtbar zu machen. Die Autorin verlässt scheinbar völlig den Bereich der Fiktion, wenn die Jalousien vor den Fenstern des Busses hochgehen und die Zuschauer Wichards Mutter tatsächlich über die Straße weggehen sehen. Gleichzeitig aber leugnet das Stück die Gesetzte der Alltagsrealität: die ebenso angstbesetzten wie sehnsuchtsvollen Erinnerungen Wichards an seine Mutter werden szenische Realität – seine Mutter tritt auf. Gerade dadurch, dass diese Phantasieszenen eingebettet sind in Szenen größtmöglicher Illusion von Realität, erscheint auch sie als real, als wahr. Der Grundstein für ein Verständnis der Krankheit bei den Jugendlichen Zuschauern ist gelegt.

(zitiert aus „Spielplatz 2, Verlag der Autoren“)

(Fotos von Kina Becker und Marion Kollenrott)

Spielplan für Der Junge im Bus

  • 25.10. - 20:00, Uelzen, Theaterbus auf dem Herzogenplatz

weitere Vorstellungen sind in Planung