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Sarah Says.Sarah Sagt

von Lia Nirgad, Theaterverlag Hofmann-Paul

Premiere geplant Herbst 2019

Zwei Schwestern haben die auffallend unkonventionelle und seltsame Idee die Knochen der verstorbenen Mutter auszugraben und wieder zusammen zu setzen. “Wir sollten wenigstens ihre Knochen aufheben, who else?” Weil die Mutter so gern reiste, packen sie sie in einen Koffer. Sie bemerken, dass der Hand der Mutter die gewohnte Zärtlichkeit fehle und beschließen die fehlende Substanz zu ersetzen. Ihr Pragmatismus macht auch vor dem Aufteilen des Erbes keinen Halt.

Ein poetisch skurriler und zweisprachiger Tanz. englisch-deutsch

55,5 min.  und 55 kg Knochen

Spiel und Butoh Tanz: Ursula Pehlke

 

Butoh ist Körpertheater im radikalsten Sinn. Es erlaubt dem Tanzenden, alte Erinnerungen des Körpers abzurufen und mit ihnen auch solche Bilder und Emotionen auszudrücken, die normalerweise im Alltag keinen Platz finden. Für den Zuschauenden eine Chance, sich auch für die eigenen Innenwelten zu öffnen.

Butoh und Schauspiel miteinander zu verbinden, ist eine Herausforderung, denn normalerweise kommt Butoh ohne Sprache und ohne Requisiten aus. Die zweisprachig erzählte Geschichte wirkt auf den ersten Blick etwas schräg: zwei Schwestern kommen auf die Idee, die Knochen ihrer toten Mutter auszugraben und wieder zusammenzufügen. Da die Mutter gerne unterwegs war, packen sie die Körperreste kurzerhand in einen Koffer und gehen damit auf eine Reise. Skurril, aber durchaus in der Tradition alter japanischer Begräbnisrituale. Dort werden die bei der Feuerbestattung übrig gebliebenen Knochen in einem feierlichen Ritual wieder zusammengelegt und für mehrere Wochen noch einmal in das Leben integriert. Auch die Schwestern tun dies und versuchen so, den Tod im Wortsinne zu begreifen. Eine hautnahe Auseinandersetzung mit der Familienvergangenheit und der eigenen Identität.  Auch wenn Butoh-Tanz besonders die dunklen Seiten menschlichen Lebens ausleuchtet, sind Stück und Inszenierung alles andere als düster. Die Reise der Schwestern mit einem Koffer voller Knochen zeigt einen eher liebevollen Blick auf den Tod. Eine poetische Annäherung an das Unbegreifliche. (Peter Bauhaus)

 IM SPIELPLAN
Sa., 28.12.19
20:00 Uhr
Kulturbahnhof Hitzacker
Am Bahnhof 6 29456 Hitzacker
karten@freiebuehnewendland.de 0151-20760000 https://www.kuba-ev.de/category/kubablog/
Sa., 04.01.20
20:30 Uhr
Spazio Nu
via Firenze 42 56025 Pontedera (PI)
https://www.spazionu.com/nu/scuola-di-danza-butoh/
Sa., 25.01.20
20:00 Uhr
Kulturverein Platenlaase
Platenlaase 15 29479 Jameln
05864 558 https://www.platenlaase.de/
Sarah says.presse3quer
Sarah says.presse2hoch